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roomori

  • Zoé Mahlau
  • Maria Kobzeva

Rushhour am Römerberg: Eine Trambahn spuckt einen Schwung an Menschen aus. Einer klemmt noch zwischen den Türen, der nächste hat gerade seinen Kaffee – glücklicherweise nicht auf sich selbst, sondern seinen Nebenmann – verschüttet. Ein Hasten und Spurten – und über all dem zwitschern die Vögel. Sie tun dies nicht wirklich – doch was im Alltag bloße Wunschvorstellung eines auditiven Idylls gegen eine aufreibende zivilisatorische Geräuschkulisse bleibt, wird zur Realität in der Klanginstallation roomori. Elektronisch verarbeitet, werden die im zufälligen städtischen Stimmengewirr aufgenommenen Geräusche zu einem angenehmen, aber fremdartigen Klangbild, wie man es aus der Natur zu kennen glaubt, und doch so noch nie gehört hat. Die Anwesenheit des Menschen, als Ursprung der verzerrten Klänge, wird unhörbar gemacht. Die wechselnde Energie des Instruments der Stadt, das von gesellschaftlichen Rhythmen an einem Ort atmosphärisch gestimmt wird, kommt angesichts der Stimme einer unbekannten Natur zum Schweigen. Diese formt ihre Klänge auf Grundlage der Zivilisationsgeräusche, aber hat zugleich deutlich von uns Abstand genommen.

Eine ergänzende Tanzperformance greift die poetisch-artifizielle Eigenartigkeit des Klangs auf. Sie wird Teil der neu geschaffenen Umwelt, lässt sich von dieser formen und deutet an, wie die stetigen Anpassungsprozesse zwischen uns und unseren verschiedenen natürlichen Umgebungen immer nur als wechselseitige einen produktiven Austausch ermöglichen können.

Installation, Performance, 15 min.                 

Termine:

Samstag, 5. Mai
17:45-18:00
22:00-22:15

Für die Performance ist ein Ticket erforderlich. Tickets sind kostenfrei am Empfang erhältlich.

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