Du betrittst einen engen Flur. Es ist warm. Es ist feucht. Ein Lichtstrahl leuchtet auf, eine Stimme setzt zu einer Begrüßung an. Die Arbeit Die Einzelnen fungiert als assoziative Aneinanderreihung betretbarer Episoden, in denen einzelne Besucher_innen zu Handlungen angeleitet, zu inhaltlicher Positionierung aufgefordert und aktiv in ein Narrativ eingebunden werden. Für jeden steht genau eine Episode bereit: ein Raum, eine Aufführung, eine Objektanordnung oder Audiospur, die den Einzelnen mit offenen Fragen zu seiner eigenen Körperlichkeit, seinem Handeln, dem technischen Fortschritt, der Zukunft und der Rolle, die er in dieser spielen wird, konfrontiert.
Zusammenfügen können sich die Episoden bzw. Berichte über ihre Erfahrung nur im gegenseitigen Austausch aller Einzelnen an der Arbeit. Auch wenn sich Erinnerungen an das Erlebte, Gehörte und Gesehene überschneiden, kann jeder Einzelne nur ein winziges subjektives Fragment zur Gesamtheit der
möglichen Geschichte beitragen. Zusammengesetzt werden kann sie nur als eine provisorische Anordnung aus der Vielzahl der einander ähnelnden, aber nie identisch ausfallenden Sichtweisen, Überlegungen, Eingebungen, Raumeindrücken und unbeantworteten Fragen, die jeder für sich aus der Arbeit mitnimmt, nach außen trägt und als individuellen Eindruck ins Gespräch bringt. Die Erweiterung des Horizonts kann nur auf kommunikative Weise stattfinden, in einem Zulassen der anderen Perspektive und der Bereitschaft, von sich zu erzählen.