Was macht unsere Bewegung menschlich? Wie beeinflusst der Umgang mit Technologien, die morgen erst entwickelt werden, unseren Rhythmus im Hier und Jetzt? Wie betritt man einen Raum, der im Moment (noch) unsichtbar ist? Oder geht aufeinander zu, wenn die äußere und innere Bewegtheit eines Gegenübers doch nie genau einzuschätzen ist?
It knew no lapse stellt keine Fragen und gibt keine Antworten. Die Performance gibt jedoch ein Gefühl dafür, was es heißt, Bewegung als ein stetiges Anlaufnehmen zu sehen, das sich nicht in eine Richtung festlegen lässt und einen imaginativen Raum voller Andeutungen und Leerstellen schafft. Menschliche und maschinenhafte Gesten, klassisch anmutende und von künstlichen Intelligenzen inspirierte Schritte werden zu einem verformbaren, aber auch eigensinnigen Material, das sich gerade nicht in Perfektion und vollendeter Eleganz austanzen lässt. Virtuose Körperbeherrschung und Momente des Ungelenken formieren sich zu einem unabgeschlossenen dynamischen Prozess, der seine Bewegungen aus der Neuanordnung existierender Elemente alltäglicher Gesten, Übungen und auch ungewohnter Biegungen und Wendungen entwickelt. Wie in einem Aufwärmtraining für eine post-humane Choreografie, in der wir Menschen nur versuchs-
weise und fragmentarisch improvisieren können, werden Bewegungen spekulativ aus der möglichen Zukunft in den Moment hinein gedacht. Der Sprung in eine noch unbekannte Bewegung bricht aus alter Dynamik aus und landet in einer Leerstelle, die er gerade nicht sofort zu füllen versucht.
Performance, 25 min.
Termine:
Donnerstag, 3. Mai
21:15-21:40
19:15-19:40
Samstag, 5. Mai
16:30-16:55
Für die Performance ist ein Ticket erforderlich. Tickets sind kostenfrei am Empfang erhältlich.