Manchmal müssen wir den Ball abspielen, um voranzukommen. Oft muss man den Ball zurückspielen, um die eigene Position zu behaupten. Kollaboratives Arbeiten ist voll von Bällen, die man gerne auch mal zwischen die Beine gespielt bekommt. Der Austausch von Meinungen und Ideen darüber, wie sich eine gemeinsam erdachte Arbeit manifestieren könnte, läuft selten reibungslos. The Game setzt hier an und initiiert in einer Gruppe von Künstler_innen einen Austausch über die Begriffe von Utopie und Dystopie anhand individueller künstlerischer Auseinandersetzungen. Ausgangspunkte sind die individuellen spezifischen künstlerischen Praktiken jedes einzelnen am Projekt Teilnehmenden.
Ein Kunstwerk zu zeigen, auch nur ein mögliches Kunstwerk, eine Idee, die man vielleicht insgeheim schon länger mit sich umherträgt, einer Gruppe oder gar Publikum zu präsentieren und auf deren Feedback zu warten, ist wie ein Spiel, in dem jeder nächste Zug des Gegenübers unbekannt bleibt. In Game werden uns Spuren einer solchen spielerischen Unterhaltung präsentiert, in der die künstlerischen Arbeiten Thema und Medium der Kommunikation zugleich darstellen. Es ist nur ein Spiel. Doch künstlerische Praxis ist immer zugleich voller Ernst. Sie sucht den Dialog, ist bereit, sich angreifbar zu machen, sich Einflüssen auszusetzen – und hat alleine dadurch schon gewonnen.


